Prospekt der Schuke-Orgel Gramzow Bei der von mir durchgeführten Reinigung  wurde zugleich eine Bestandsaufnahme  gemacht. Dabei zeigte sich, das noch  ältere Substanz erhalten blieb. Zwar  wurde die Orgel von Markus Runge  (RungeII) erbaut. Jedoch übernam er ein  Großteil des Pfeifenwerks sowie das  Gehäuse von der Vorgängerorgel. Diese  wurde von seinem Vater, Johann Heinrich  Runge, erbaut. Desweiteren integrierte Markus Runge  weitere Pfeifen aus anderen Orgeln. Der  Grund dafür ist die Materialknappheit um  1924, vor allem bei Metallen, die nur wenige  Jahre zuvor von der Rüstungsindustrie für den ersten  Weltkrieg benötigt wurden. Auch die Prospektpfeifen  waren ursprünglich Innenpfeifen, die wahrscheinlich von Runge II  angelängt wurden. Somit steht diese Orgel für eine Zeit, in der trotz  widriger Umstände gottesdiensttaugliche Instrumente gebaut wurden.  Disposition  Manual (C-f³) Bordun 16´ (ab c°) Principal 8´  Gedackt 8´  Salicional 8´  Octave 4´  Flöte 4´  Pedal (C-d´) Subbaß 16´ Pedalkoppel, 3 feste Kombinationen