Die Weitendorfer Orgel wurde Anfang der 1840er Jahren
durch den Wismarer Orgelbauer Friedrich Wilhelm
Winzer (1811-1886) erbaut. Obwohl keine Akten aus der
Erbauungszeit mehr vorhanden sind, kann durch
Winzers Handschrift im Bau von Pfeifenwerk und
Traktur zumindestens der Schluß gezogen werden, das
Winzer maßgeblich am Bau der Weitendorfer Orgel
beteiligt war.
Unter der Windlade der C-Seite gab die Aufschrift:
"Neuburger 1841" weitere Einblicke in die
Entstehungsgeschichte. August Neuburger stand wohl
mit der Orgelbaufamilie Friese (es gibt fast keine Akten
über Neuburger) in Verbindung und ist in späterer Zeit
einer der wichtigsten Werkmeister bei Aristide Cavaillé-
Coll. Es ist möglich, das das August Neuburger zu diesem
Zeitpunkt ein Geselle Winzers war.
1989 wurde die Stuckdecke der Kirche entfernt. Dabei stürzten Teile der
Stuckdecke in die Orgel, so daß diese anschließend nicht mehr spielbar war. Das
weiteren waren alle Holzteile stark vom Holzwurm befallen und die Prospektpfeifen
nicht mehr vorhanden. Vor ein paar Jahren wurde noch der Motor abgebaut.
In einer grundlegenden Restaurierung 2008/2009 konnte die Orgel wieder spielbar
gemacht werden und die Orgel weitesgehend in ihren Originalzustand zurückversetzt
werden.
Disposition
Manual (C-e³)
Principal 8´
Hohlflöte 8´
Gedact 8´
Octave 4´
Flöte 4´ (ab c´)
Pedal (C-c´)
angehängt